Dehnst Du noch oder entspannst Du schon!

Dirk Dörner • 14. Mai 2026

Mit Mindfulness Deine Beweglichkeit verbessern

Beweglicher werden hat viele Vorteile. Effizienter sein bei sportlichen Aktivitäten oder einfach wohler fühlen im Alltag. Mich hat die Frage „kann ich einen Musklel überhaupt dehnen?“ motiviert, mich tiefer mit dem Thema zu beschäftigen. 


Dehnen kann man einen Muskel nicht


Der Begriff Dehnen bezeichnet im Allgemeinen so etwas wie in die Länge ziehen oder auseinandergehen. So habe ich meine Dehnungsübungen interpretiert. Noch ein wenig „no pain no gain“ und dann werde ich schon meine Füße erreichen. Mein Atem wurde immer flacher, mein Gesicht verzerrter und der Schmerz immer größer. Noch ein paar Sekunden (aus)halten, dann wird es schon gehen. Im Anschluss fühlte ich mich seltsamerweise gespannter als vor der Übung. Die Füße waren schwerer zu erreichen als vorher. Warum das?


Zwei mögliche Gründe für eine Verkürzung - Faszien oder Schutzmechanismen


Ab ins Internet und einfach mal schauen. Eine eindeutige Antwort habe ich nicht gefunden. Dafür zwei für mich interessante Ansätze. Erstens das Thema Faszien und zweitens das Thema Schutzmechanismen. Faszien können tatsächlich gedehnt werden. Vielleicht naiv, aber so wie eine zerknüllte Folie mit einer Rolle wieder glatt gerollt werden kann, kann auch das Fasziengewebe mit Tools gerollt werden. Mit anderen Ansätzen können auch Faszien sich auch wieder besser gegeneinander bewegen. Wer mal beim Physiotherapeut war kennt das vielleicht.


Anscheinend reichen flexible Faszien nicht immer aus. Das zweite Thema der Schutzmechanismen hört sich auch plausibel an. Hier schützt sich der Körper vor potentiellen Verletzung durch einen erhöhten Muskeltonus der zu einer Verkürzung führen kann. Gesteuert wird der Prozess über das Gehirn. Können Schmerzen diesen Schutzmechanismus auslösen? Ja und vielleicht verkürzen sich die Muskeln beim Dehnen?! Schmerzgedächtnis kann auch noch eine Rolle spielen.


Achtsam entspannen und beweglicher werden


Wenn ich es schaffen kann, mich in das Faszien-Gewebe hineinzuentspannen zu können, dann könnte ich meine Beweglichkeit verbessern. Dafür versuche ich die Bewegung so langsam auszuführen, wie es sich gut für mich anfühlt. Die Spannung soweit zu erhöhen, wie mein Atem entspannt bleibt. Neugierig einen Weg suche, mögliche Verspannungen zu finden und zu akzeptieren. In der Konsequenz entspannt sich mein Gesicht und ich schaue freundlich. Das Gehirn lernt den Schutzmechanismen langsam aufzulösen und Nachhaltigkeit entsteht.


Dein Körper weiß wie lange die Übung gehalten werden muss

 

Wie lange muss ich die Übung machen? Auch hier gibt es viele Vorgaben 30 Sekunden oder bis zu 2 Minuten. Nach meiner Erfahrung hängt es von sehr vielen Faktoren ab. Der wichtigste Faktor ist meiner Meinung nach, wie Du dich fühlst. Es gibt Tage an denen es scheinbar endlos lange guttut. An anderen Tage ist es schon nach kurzer Zeit anstrengend.  So oder so ist es wichtig sich regelmäßig entspannen. Ob lang oder kurz die Häufigkeit ist wichtig.


Wer nach der Entspannung lächelt, der hat es richtig gemacht


Zum Abschluss sich die Zeit nehmen, das Gefühl der Entspannung in einer Sitzmeditation zu genießen und nachzuspüren. Damit andere positive Programme im Gehirn abzulegen. Das Embodiment bewusst wahrnehmen.


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